HSV-Fanclub Schwarz-Weiß-Blaue Karos

 

 

 

 


24.10.2000
Juventus Turin vs. HSV
1-3

Es war wieder mal soweit! Die SWB Karos gingen “on Tour“!!

Diesmal nach Turin, wo uns Juventus, der Italienische FC Bayern erwartete.
Treffpunkt: 18:00 Uhr Bahnhof ZOB. Ca. 16 Stunden Busfahrt lagen vor uns. Anwesend waren Marc und Bianca, Phillip, Frank, Andre, Martin, Dirk und Christian.
Joachim zog den Flieger vor!
Mit Taschen voller Bier warteten wir auf unseren Bus.

Nachdem alle anderen schon den weg Richtung Süden vor sich hatten, kam auch endlich unserer. Nach einem großen Hin und Her, weil unser Bus natürlich überbucht war, fuhren wir um 19:20 Uhr, mit 20minütiger Verspätung los. Unsere Tour ging über Bremen, Frankfurt, Mannheim, Mailand nach Turin.
Schon nach zwei Stunden war die Bustoilette bis zum Rand voll. Nicht ganz unschuldig an dieser Überschwemmung waren unsere Konfirmantenblasen Andre und Phillip, die wohl mehr auf dem Pott waren als auf ihren Sitzen!!

Das hatten sie nun davon! Entweder aufhören und nicht mehr müssen, oder etwas langsamer weitermachen und auf den nächsten Rastplatz warten. Man entschied sich für die zweite Variante und gab noch ein paar Küstennebel dazu, die Andre zwecks seines Geburtstages mitgenommen hatte.

Die Fahrt ging ohne besondere Vorkommnisse weiter und so nach und nach schliefen alle leicht beduselt ein.
Ich wachte erst wieder auf, als wir an der Schweizer Grenze waren. Dort trafen wir Georgie wieder. Er war der Busfahrer unserer Münchentour 98/99.
Mensch hatten wir Glück, dass wir diesmal nicht mit ihm fuhren. Die Tour damals war der echte Horror.
Unser Busfahrer kannte ihn auch und schmunzelte nur nach unseren Erzählungen über ihn. “Ja, ja,“ sagte er, „das hört sich ganz nach ihm an.“
Schnell haben wir Goegies Bus überholt, und weiter ging die Fahrt.

Langsam kam die Sonne zwischen den Bergen der Schweiz zum Vorschein und schon da merkten viele, dass dies ein sonderbarer Tag werden würde. Nachdem wir den Glottaltunnel hinter uns gelassen hatten, kamen wir um ca. 10:30 Uhr an der Italienischen Grenze an. 15 ½ Stunden waren um und
Turin war noch ca. 210 Kilometer entfernt.
Mann sind diese Autobahngebühren- Stopps in Italien lästig !
Hoffentlich führen unsere Politiker das nie ein!

Um 12:30 Uhr war es geschafft! Nach 17 Stunden Busfahrt waren wir endlich in Turin.
Nanu was war das ? Kein Parkplatz für uns ? Dabei ist doch alles frei hier! Unser Busfahrer, der so ausgezeichnete italienische Kenntnisse hatte wie Spagetti, Pasta, Uno usw., hörte aus dem Parkplatzwächter raus, dass wir auf die Polizei warten sollten. Aber warum, wussten wir alle nicht. Erst, als zwei weitere HSV Busse kamen, war auch endlich die Polizei da. Nach einer kurzen Besprechung war klar: wir müssen woanders parken! OK, ist ja alles kein Problem! Aber warum? Aus Sicherheitsgründen meinte die Polizei. Nachdem die Italienischen Beamten endlich ihren Stadtplan genauestens inspiziert hatten, ging es mit Polizeieskorte zu einem Parkplatz am anderen Ende der Stadt.

Um ca. 13:15 Uhr konnten wir endlich den Bus verlassen.
Nun aber schnell in die Stadt, wo Joachim schon seit 9:30 Uhr auf uns wartete. Dort haben wir erst einmal etwas gegessen und uns danach ein bisschen die Stadt angeschaut. Leider ging es schon um 17:30 Uhr zurück zum vorgegebenen Meeting- Point, damit alle zusammen ins Stadion fahren konnten. Um ca. 18:00 Uhr waren dann auch die Sonderbusse da. Völlig überfüllt fuhren erst einmal drei Busse, mit Polizeieskorte los. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir das Stadion.
Delle Alpi hieß das Stadion und es sah verdammt gut aus!

Nicht nur von außen sondern auch von innen war das schon ein bedeutender Kessel. Das einzige, was störte, war die Laufbahn. Naja, es kann nicht alles so perfekt sein, wie im Volkspark.
Die Italiener mit ihrem emotionalen südländischen Temperament verstummten, als Roy Präger das 1:0 für uns schoß. Danach kamen nur noch wenige Anfeuerrungen der Juve Fans. Man kennt ja das Endergebnis!!!
Wir mussten 45 Minuten länger im Stadion bleiben. Der Stadionsprecher nannte es seltsamerweise eine Einladung, dabei hatte man gar keine Wahl, denn die Polizei ließ keinen raus!

Die Rückfahrt lief ganz normal ab. Da Dirk und Ich uns dazu entschlossen hatten zurück zu fliegen, kann ich nur über die Vorkommnisse am Flughafen berichten. Diese verliefen feucht-fröhlich wie im Bus.

Das Einzige, was ich noch erwähnen könnte ist, wie wir alle am Flughafen geschlafen haben.
Überall wo man hinsah lagen HSVer!
Auf dem Boden, über den Sitzen, auf den Abfertigungsschaltern. Sogar auf den Gepäckbändern lagen welche! Am turiner Flughafen sah es aus, wie am Bismarck- Denkmal.
Wir landeten morgens um 8:10 Uhr in Hamburg Fuhlsbüttel.
Die Busfahrer kamen um 16:30 Uhr wider am ZOB an.

Das Motto aller mitgereisten Karos: NUR GEIL!!!!!

Der Fahrtbericht wurde geschrieben von Christian